Ortsvorsteher:
Willibert Daniels
Am Hellenberg 14
54579 Üxheim

02696-1458

Üxheim-Ahütte

Schon die alten Römer marschierten über die Heerstraße

Heij jit platt jeschwatt:

"Dat kreien ech dämm at beijjeboare"

Das kriege ich dem schon beigebracht


Warum heißt der Ortsteil eigentlich "Üxheim-Ahütte"?

Für den Außenstehenden kann leicht Verwirrung entstehen, warum "Üxheim" nicht immer "Üxheim" ist und was denn bitte "Üxheim-Ahütte" dazu noch bedeutet. Zugegeben, auch mancher Ortsansässige kommt bei dieser Frage etwas ins Schleudern, wenn man manchmal "Üxheim" sagt, dabei aber "Üxheim-Ahütte" meint, oder doch "Üxheim"???

Dabei ist es eigentlich ganz einfach, wenn man die geografische und kommunal-politische Sicht trennt.

"Üxheim" geografisch betrachtet ist ein Dorf. "Üxheim" in kommunaler Sichtweise ist die Ortsgemeinde, die aus insgesamt 4 Ortsteilen bzw. 7 Ortschaften besteht, wobei "Üxheim-Ahütte" einer der 4 Ortsteile ist. Die beiden ehemals eigenständigen Dörfer "Üxheim" und "Ahütte" sind nämlich seit längerem unter dem Ortsteil-Namen "Üxheim-Ahütte" verwaltungstechnisch zu einer administrativen Einheit verbunden. Und auch das Luftbild zeigt, dass die Bebauung den Verbundnamen tatkräftig unterstützt. Noch ein paar Häuser entlang der "Hähnchenstraße" (Unten im Hähnchen / Oben im Hähnchen) - dann ist der Übergang nahtlos.

Vertreten wird der Ortsteil "Üxheim-Ahütte" von Willibert Daniels, der bei der letzten Kommunalwahl am 26. Mai 2019 nach 2014 für eine weitere Amtszeit ins Amt des Ortsvorstehers gewählt wurde. Unterstützt wird er vom Ortsbeirat mit Mitgliedern aus beiden Dörfern: Martina Klein (Üxheim), Tanja Köhler (Üxheim), Britta Müller (Ahütte), Michael Müller (Ahütte) und Raimund Trierscheid (Üxheim).

Am besten, wir blenden die administrative Sicht mal aus und lassen die Dörfer des Ortsteils sich einfach selbst vorstellen.


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Ahütte

Östlich Üxheims liegt im Tale des Ahbachs das Dorf Ahütte auf etwa 360 m über NN. Von Westen kommend durchquert der Rohrsbach Ahütte, um dann in den vom Wasserfall Dreimühlen herkommenden Ahbach einzumünden. Vom Namen dieses Baches und von einer ehemaligen Eisenhütte ist sein Name abgeleitet. Entlang der Straße "Im Hähnchen" geht die Bebauung des Ortes heute in die des Pfarrdorfes über. Mit Recht trägt es daher auch seinen Doppelnamen Üxheim-Ahütte. Ahütte ist weit über die Region bekannt durch den Industriebetrieb "WOTAN-Zement und Müllerkalk". Die vormals getrennten Betriebe sind seit einiger Zeit miteinander verbunden und erzeugen auf der Basis des kalkhaltigen Gesteins rund um die Ortsgemeinde Produkte für die weiterverarbeitende Industrie und die Baubranche. Die Silhouette mit den hochaufragenden Silos und Brennöfen ist bereits von weitem zu sehen. Die Gemarkung Üxheim-Ahütte umfasst eine Gesamtfläche von 925 ha. Davon sind 314 ha Ackerland, 135 ha Grünland und 336 ha Wald. Die Restfläche entfällt auf Gebäude- und Freiflächen, Gärten, Plätze, Straßen, Wege usw.

Im Dorf Ahütte mit Hammermühle und Paulushof stehen 60 Häuser, in denen 87 Familien wohnen. Dies sind 129 Einwohner. (Stand: 31.12.2021)


Üxheim

An der nordöstlichen Grenze des Kreises Daun, dort, wo die Hillesheimer Kalkmulde endet und sich das Gebirge zum oberen Ahrtal abdacht, liegt auf einem Höhenzug auf ungefähr 420 m über NN das alte Pfarrdorf Üxheim, welches seinerzeit unserer Gemeinde den Namen gab. Nach Osten, Süden und Norden fällt der Höhenzug ab zu den Tälern des Ahbachs, Rohrsbachs und Wolferbachs bzw. Kirbachs. Nach Westen hin setzt er sich leicht ansteigend über Leudersdorf in Richtung Flesten und Wiesbaum fort.

Üxheim wird überragt von seiner weithin sichtbaren Pfarrkirche aus dem Jahre 1835. Der Ortskern mit seinen ältesten Häusern ist aber immer noch um den Bereich der alten Kirche und späteren Schule angesiedelt. Erst langsam hat sich die Bebauung im Laufe der Jahrzehnte auch in die Umgebung der heutigen Kirche fortentwickelt. Die Neubauten in Richtung Leudersdorf und Ahütte, sowie im "Gierschberg" mit Schule, Turnhalle und Kindergarten und im "Hellenberg" rücken die Kirche nun aber mehr und mehr in das Zentrum des Dorfes und der Gemeinde.

Üxheim selbst, mit den Siedlungen Wolferbach, Kirbach und Beuerhof, hat 378 Einwohner, die sich auf 163 Familien verteilen und in 119 Häusern wohnen. (Stand: 31.12.2021)

Geschichte der beiden Dörfer

Auf dem zu Üxheim gehörigen Beuerhof ist eine Besiedlung der Umgebung seit der Zeit der Kelten anhand diverser Funde und Ausgrabungen belegt. 1911 wurden beim Bau der Eisenbahn Reste einer römischen Villa gefunden und durch Üxheim (Dorf) führt mit der Heerstraße ein Teil der römischen via militaris auf dem Weg von Trier nach Köln. Üxheim wurde also schon vor römischer Zeit besiedelt und durchquert, während Ahütte mutmaßlich später gegründet wurde - zumindest belegen dies die Geschichtsschreibung bzw. die bislang bekannten archäologischen Entdeckungen. Die Gründung, zumindest aber der Name von Ahütte, geht offenbar auf eine Eisenhütte zurück, deren Existenz seit dem 18.Jahrhundert nachgewiesen ist und sich im Besitztum der Grafen von Aremberg befand. Nicht belegbar, aber von Geschichtsforschern vermutet, ist diese Hütte aber möglicherweise noch viel älter. Ein amtliches Verzeichnis der Bürgermeisterei Kerpen, seinerzeit im Kreis Daun, listet die Gemeinde Üxheim-Ahütte 1885 auf. Seinerzeit schon bestehend aus den Gemeindeeinheiten Ahütte mit 145, Üxheim mit 201 Einwohnern sowie den Wohnplätzen Beuerhof mit vier und Hammermühle mit fünf Einwohnern.


Sehenswürdigkeiten

Die via militaris („Heerstraße“)

Die alten Römer bauten ein weit verzweigtes Straßennetz durch halb Europa. Diese Straßen dienten sowohl dem Handelsverkehr als auch dem römischen Heer, schneller voranzukommen und Truppenverbände rasch in Krisengebiete zu verlegen. Die Römerstraße TrierKöln ist ein Teilstück der Via Agrippa, eines römerzeitlichen Fernstraßennetzes, das von Lugdunum (Lyon) ausging. In Üxheim verläuft ein Stück dieser Süd-Nord-Verbindung über eine (neuzeitlich geteerte) Dorfstraße, die ihren Namen dieser auch militärisch bedeutsamen Straße erhielt: die Heerstraße. Die via militaris („Heerstraße“) war durch strategische und logistische Gesichtspunkte gekennzeichnet. So marschierten schon die alten Römer durch Üxheim und haben noch heute ihre Spuren in der Namensgebung der Straße hinterlassen. Die Heerstraße führte die Reisenden dann mit Pferdegespann und Wagen weiter in nördlicher Richtung an der Wolfenbach vorbei hin zum

Beuerhof

wo das alte Haupthaus auf den Fundamenten einer römischen Villa gründet. Diese Villa stammt aus der Zeit, als der Beuerhof noch eine Pferde-Wechselstation der römischen Legionen und Raststätte für die Reisenden war. Der Beuerhof ist nun seit mehr als 50 Jahren der Lieblings-Lebensort von Eigentümer Dieter Scholz, der hier vor 32 Jahren begann, ein Seminarzentrum und eine Begegnungsstätte für Natur liebende Menschen aufzubauen. Neben den vielen Seminaren und Workshops, die am Beuerhof von und für nationale und internationale Firmen durchgeführt werden, gibt es zahlreiche eigene Veranstaltungen. Sie basieren vielfach auf dem Hintergrund der indianischen Traditionen. Für die Arbeit in und mit der Natur ist das Areal ideal: es liegt auf einer Fläche von über 12 Hektar umgeben von Wäldern, Wiesen und Natur pur. Scholz: „Für immer mehr Menschen sind die Zeichen der Zeit ein Besinnen auf andere Werte und die Suche nach neuen Wegen. Dabei wird es vielen immer bewusster, dass die intensivere Verbindung mit der Natur ein Schlüssel ist, um neue Türen aufzuschließen".

Burgruine Neublankenheim

Die Burgruine liegt ca. 150m vor der Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen und gehört zur Gemarkung Üxheim. Sie erhebt sich 355m über Normalhöhennull (NHN) nahe der Landesstraße L70. Die Geschichte der Burg ist von den Historikern noch nicht eindeutig geklärt. Nachfolgend eine Version, die aber noch historischen Beweises bedarf. In den unruhigen Zeiten des Mittelalters, als Raubritter die Gegend unsicher machten und Burgen und Dörfer angriffen, schufen sich die Grafen von Blankenheim mit der Burg Neublankenheim ein Refugium, um sich bei Gefahr dort zu verschanzen und abzuwarten, bis sich die Angreifer zurückgezogen hatten.

Da die Burg aber recht beengte Platzverhältnisse aufwies, mussten die Pferde, die in einer Belagerungssituation nicht nutzbar waren, vorübergehend an einen anderen Ort verbracht werden, wo sie sicher waren, etwas Auslauf hatten und genug Futter und Wasser zur Verfügung stand. Deshalb brachte man die Pferde etwas tiefer ins Tal des Ahbachs und stellte sie auf dem Gelände der Hammermühle unter, um sie nach Beendigung der Belagerung wieder nach Blankenheim zurückzubringen.

Anscheinend hatte die Burg in späteren Jahren wohl keine rechte Verwendung mehr, wechselte mehrmals den Besitzer verfiel immer mehr. Der heutige Eigentümer ist der Landkreis Vulkaneifel. Als Kulturdenkmal steht die Ruine heute unter Denkmalschutz.

Wasserfall "Dreimühlen"

Der Wasserfall "Dreimühlen" liegt etwa einen Kilometer südlich von Ahütte im stillen Ahbachtal. Er ist durch Ablagerungen von drei stark karbonathaltigen Zuflüssen des Ahbachs entstanden. Solche Karbonatablagerungen heißen Karbonat-Sintergesteine (Travertin). Aufgrund seiner Einmaligkeit wurde dieser Wasserfall 1938 zum Naturdenkmal erklärt. Er ist wohl das zeitgeschichtlich jüngste Naturdenkmal des Vulkaneifelkreises. Im Sommer 2022 wurde der Wasserfall mit dem Prädikat „Nationaler Geotop“ von der Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien ausgezeichnet.

Am Abhang zum Ahbachtal tritt im Dreimüllerwald in breiter Front Wasser aus Karsthöhlen aus, welches in vielen Rinnsalen dem Ahbach zufließt und dabei in der Nähe der Talsohle massenhaft Kalktuff abgelagert hat. Auf diesen Kalktuffhügeln steht auch die Ruine Dreimühlen. Beim Bau der Eisenbahn um das Jahr 1910 wurden diese Rinnsale und Bäche vereinigt und in einer künstlichen Rinne unter den Schienen und dem Bahnkörper hindurchgeführt, so dass sie seitdem in einem einzigen Wasserlauf als "Wasserfall Dreimühlen" (im Volksmund auch Drömmeler Spröetz) in den Ahbach stürzen. Dabei scheiden sie Kalktuff ab, der inzwischen in nicht einmal hundert Jahren eine etwa 12 m lange und über 5 m hohe Mauer gebildet hat.

Die Kalkabscheidung erfolgt hauptsächlich über Laubmoos (cratoneuron communatum). Das Quellwasser hat einen erhöhten Kohlensäuregehalt, was die Fähigkeit zur Kalkauslösung steigert und auch die rasche Kalkausfällung beim Überfließen des Mooses erklärbar macht. Durch schnelles Wachstum entgeht das Moos der Karbonatüberkrustung und die Karbonatausfällung wird beschleunigt. Nach der Überkrustung stirbt das Moos ab und die übrig bleibenden Hohlräume geben dem Sinter seine Form.

Im Laufe der Jahre hatte sich im oberen Teil des gewachsenen Felsens eine starke und ständig breiter werdende senkrechte Spalte gebildet, so dass zu befürchten war, ein Teil könnte abbrechen. Deshalb entfernte man den oberen überragenden Felsvorsprung Anfang der 80er Jahre. Dieser unnatürliche Eingriff war nicht unumstritten; inzwischen ist er aber schon wieder weitgehend verwachsen.

Jedenfalls hat es der Attraktivität des Naturdenkmals nicht geschadet, denn der Wasserfall Dreimühlen ist nach wie vor beliebtes Ausflugsziel für Einheimische, Touristen, Feriengäste und Wanderer. Auf gut ausgebauten und markierten Wanderwegen ist er von allen Seiten gut zu erreichen. Einige Ruhebänke laden zum Verweilen ein. Besonders reizvoll ist er im Winter, wenn der Frost die Rinnsale an den Moospolstern zu Eiszapfen in den verschiedensten Formen und Größen erstarren lässt und den gesamten Felsvorsprung mit einem Eismantel umgibt.

Von Üxheim zum Ahbach

Auf unserem heutigen Streifzug durch den Kirchspeel wandern wir von der Üxheimer Kirche Richtung Wolferbach und von da in Richtung Beuerhof. Ca 500 Meter vor dem Beuerhof biegen wir rechts auf einen Wiesenweg ab, der uns zum Aussichtspunkt „auf den Hähnen“ führt.

Hier genießen wir die tolle Aussicht auf Üxheim. Von dort aus geht es steil runter zum „Geissenbusch“ und weiter zur dort in einem kleinen Kiefernwald gelegenen Grillhütte. Hier fanden bis in die 90er Jahre noch Veranstaltungen des mittlerweile aufgelösten Junggesellenvereins Üxheim und des Eifelvereins statt. Dieser Platz wird jetzt noch gern für diverse private Feierlichkeiten genutzt. Außerdem wird hier nach erfolgreicher Drückjagd jedes Jahr im Frühwinter die „Strecke“ ausgelegt.

Auf dem weiteren Weg hinunter ins Ahbachtal gelangen wir zur Schafsbrücke, die einmal mehr verdeutlicht, welches Thema die Land-und Viehwirtschaft in der Vergangenheit bei uns gespielt hat.

So sind wir nun von der Kirche über die Wolferbach, die Hähne, den Geissenbusch und die Schafsbrücke bis zum Ahbach gewandert. Eine sehr abwechslungsreiche ca 4 km lange Wanderung mit toller Aussicht.

 


Wanderwege rund um Üxheim-Ahütte

Wer sich etwas sportlich betätigen möchte und dabei die Natur und herrliche Eifel-Landschaften genießen möchte, der ist bei uns an der richtigen Stelle. Wir haben mehrere Wanderwege ausgewiesen. Weitere Details dazu findet ihr in Kürze auf der Tourismus-Seite.